Wenn man derzeit über Sextoys redet, gibt es eines, das in aller Munde ist: Der Womanizer. Dieser Pulsator soll Frauen mittels Druckwellen eine völlig neue Art von Orgasmus bescheren. Was wirklich dran ist, habe ich für euch mal ausgetestet.

Die Womanizer

Seit etwa einem Jahr nutze ich schon hin und wieder den Womanizer Pro40. Ich hatte ihn zu Weihnachten geschenkt bekommen und wir wollten es gleich zu zweit austesten – davon würde ich euch aber abraten, Mädels. Gerade, wenn es um diese sensible Stelle geht, solltet ihr Toys immer erst einmal alleine ausprobieren, um genau zu wissen, was euch erwartet. Dann könnt ihr auch eurem Partner genau sagen, wie es sich am besten anfühlt. So vermeidet ihr, dass wie in meinem Fall die richtige Stelle nicht so ganz erwischt und dann die Intensität zu schnell hochgeschaltet wird. Im besten Fall endet so etwas unbefriedigend – im schlimmsten Fall schmerzhaft.

Als es neulich eine Rabattaktion bei Orion gab, dachte ich mir, gönne ich mir doch auch mal den Womanizer W500 Pro – in Schwarz mit Totenköpfen und Swarovski-Stein. Ich feiere inzwischen ja schon ein bisschen, wenn Spielzeuge mal nicht pink oder lila sind. Um dieses neue Schmuckstück in meiner Sammlung soll der Bericht hier auch weitestgehend gehen, da der Pro40 inzwischen nicht mehr zu bekommen ist.

Getestet habe ich ihn nur im Trockenen – auch wenn es schnell etwas feuchter wird – da die Shops zwar sagen, er sei Wasserdicht, die Bedienungsanleitung jedoch sagt, man soll nur den Aufsatz waschen und das Gerät selbst von Wasser fern halten.

Weitere getestete Womanizer Modelle: Womanizer Premium | Womanizer DUOWomanizer InsideOut | Womanizer Starlet | Womanizer 2Go | Womanizer Liberty

Das Design des Womanizers

Hier hängt es natürlich davon ab, welcher gemeint ist. Die Quintessenz ist beim Womanizer Pro40 und W500 Pro aber gleich – der weiße, samtig weiche Kopf aus medizinischem Silikon, der über die Klitoris gesetzt wird. Von diesem Kopf kommt auch bei beiden Geräten jeweils noch XL-Ersatzkopf mit, damit man garantiert einen hat, der ideal passt.

Der Womanizer ist definitiv ein tolles Gerät. Zumindest für mich ist es so ziemlich ein Orgasmusgarant. Manchmal in weniger als 2 Minuten, wenn ich es drauf anlege. Allerdings finde ich die Masturbation nur mit ihm allein ein bisschen langweilig. Es fühlt sich nicht so an wie Selbstbefriedigung, sondern nur ein „möglichst schnell ans Ziel kommen“. Dabei ist der Weg doch auch sehr schön und genießenswert. Wenn man ihn aber zur Unterstützung beim Sex nutzt oder zusätzlich noch ein anderes Spielzeug wie einen Dildo mit zur Hilfe nimmt, ist er die perfekte Unterstützung für einen guten Abschluss.

Der Womanizer W500 Pro

Womanizer Instagram FotoIn meinen Augen macht der Womanizer W500 Pro optisch doch sehr viel mehr her als der silbern-weiße Pro40. Ich habe ihn mir in der wirklich schicken Tattoo Edition – schwarz mit Tötenköpfen und einem Swarovski-Stein als Powerknopf – gekauft. Schon die Schachtel kommt in diesem edlen Design daher und so freut man sich, ihn auspacken zu dürfen. In der Box finden wir neben dem Gerät selbst noch ein USB-Ladegerät, einen XL-Ersatzkopf und einen schwarzen Satin-Aufbewahrungsbeutel. Als ich den leicht klobig wirkenden Womanizer aus der Plastikschale, in die er gebettet war, herausgeholt hatte, war ich erstmal überrascht, wie leicht er doch ist. Nach dem stolzen Gewicht des kürzlich getesteten Glasdildos wirklich ein Federgewicht.

Der W500 Pro liegt gut in der Hand und fühlt sich sehr angenehm an. Die Oberfläche ich leicht samtig und wirkt recht hochwertig – ob nun 190€ hochwertig, darüber lässt sich wohl streiten. Besonders die Ladestecker-Abdeckung wirkt durch das Gummi eher günstig.

Im Gegensatz zum Pro40 liegen die Bedienelemente diesmal oben drauf. Für kleinere Hände könnte ich mir vorstellen, dass es gar nicht so einfach ist, bei der Benutzung dort problemlos hinzukommen. Für mich geht es aber mit dem Zeigefinger noch ganz gut.

Wie fühlt sich der Womanizer an?

Ob jetzt Pro40 oder W500 Pro, die Funktionalität und das Ergebnis sind in etwa gleich. Der W500 Pro hat ein bisschen mehr Power und besitzt 12 Intensitätsstufen, während der Pro40 nur 8 hat. Das Prinzip der Bedienung ist bei beiden Modellen gleich: Der Kopf sollte den Kitzler umschließen, wodurch sich ein Unterdruck bildet und die sensible Klitoris dann mit Druckwellen stimuliert wird. Laut Beschreibung soll es so möglich sein, besonders intensive Orgasmen zu erleben, sogar mehrmals nacheinander, da es keine direkte Stimulation gibt und es somit nicht zu einer Überreizung kommen soll.

Das empfinde ich aber anders. Also ja, ich komme damit sicher zum Ziel – aber bisher hatte ich auch nicht wirklich Probleme, Orgasmen zu bekommen. Von daher ist das eher kein Maßstab. Nach der ersten, unschönen Testnutzung hat es einige Zeit gedauert, bis ich dem Womanizer noch eine Chance gegeben hatte.

Allein.

Bei mir hat es auch 2-3 Anwendungen gebraucht, bis ich mich an das Gefühl gewöhnt hatte mit den Pulswellen. Das ist schon anders als mit einem Auflagevibrator wie beispielsweise dem We-Vibe Touch. Doch das heißt nicht, dass es ein schlechtes Gefühl ist. Nun kommt der Orgasmus schnell und zuverlässig mit dem Womanizer, aber viel besser als mit einem Wand-Vibrator oder Auflagevibrator fühlt er sich auch nicht an. Die Klitoris ist danach ebenso erstmal kurz überreizt, also tatsächlich multiple Orgasmen habe ich damit noch nicht erlebt.

Zahlen, Daten, Fakten zum W500 Pro

  • Material: ABS/ medizinisches SilikonWomanizer Unboxing
  • Maße: Länge 12,5 cm, Ø 6,2 cm
    • Stimulationskopf normal: 14×12 mm | Stimulationskopf XL: 20×19 mm
  • Wasserdicht (hier widersprechen sich Shop-Beschreibungen und Bedienungsanleitung)
  • 12 Intensitätsstufen
  • Inklusive XL-Ersatzkopf, Aufbewahrungstasche, USB-Ladekabel, Bedienungsanleitung
  • Preis: Aktuell nicht erhältlich.

Fazit

Eine Kleinigkeit gibt es aber leider doch, die mich davon abhält, die volle Punktzahl zu vergeben: Die Lautstärke. Auch wenn er angeblich laut Beschreibung zumindest auf den niedrigen Intensitäten „flüsterleise“ sein soll – das ist er nicht. Ich weiß ja nicht, was der Hersteller unter „flüsterleise“ versteht. Doch es ist ein ziemlich lautes, mechanisches Geräusch zu hören, das ich schon ein bisschen als störend empfinde.


womanizer.de

Alles in allem ein edles, tolles Gerät, das seinen Zweck bei mir voll und ganz erfüllt. Vielleicht sollte man ihm mal eine Chance geben, wenn man anders Schwierigkeiten hat, zum Höhepunkt zu kommen. Einfach etwas Gleitgel auf den Rand des Stimulationskopfes auftragen, die richtige Position finden, den eigenen Kopf so gut es geht abschalten und genießen.

4,5 von 5 für den Womanizer W500 Pro

Deine Kitty ^.^

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